Wegen seines herzlichen und possessiven Charakters sucht der Bulli immer die Nähe seines Besitzers. Kuschelpartien auf dem Sofa sind Alltag. Seiner Familie widmet er eine grenzenlose Bewunderung und Liebe.
Er liebt Kinder und ist immer bereit bei ihren Spielen mitzumachen, manchmal bis zur Erschöpfung. Da soll das Spiel schon mal unterbrochen werden. Bullis, wie Kinder, kennen keine Grenzen und Eltern sollen beiden beibringen, wie sie mitainander umgehen sollten.
Der Bulli ist ein verspielter und fröhlicher Hund, solange er mit seinem Menschen sein kann und lernt dafür Hausregeln schnell. Er bellt selten und freut sich immer über Besuch. Darum ist er kein geborener Wachhund,
Was Sport angeht ... tja, wir sind unsportlich. Er braucht Auslauf und kein Training. Es gibt ja genug andere, die gerne laufen und bergsteigen. Wenn Sie sich für die Bulldogge entschieden haben, dann wahrscheinlich wegen ihres Aussehens und Charakters. Die schöne stumpfe Nase erschwert die Atmung des Bullis. Darum geben sich seriöse Züchter Mühe mit der Auswahl der Elterntiere und halten den Typ in Grenzen. Er kann sich mit kürzeren Spaziergängen zufriedengeben, wie auch mit dem Wohnungsleben bei regelmäßigem Ausgang. Am besten gefällt ihm das Familienleben im Häuschen, wo immer jemand auf ihn aufpassen sollte, wenn die Familie fort ist. Seine Schwächen sind:
- eine empfindliche Wirbelsäule bei sehr kurz geratenen Exemplaren. Um sicherzugehen, ersparen Sie ihm das Treppenlaufen bis zum 2 Lebenjahr.
- zu lange Stadtbummel, besonders bei Hitze oder kaltem Wetter, denn er hat kaum Unterfell. Wenn Bulli sich meldet, ist es oft schon zu spät.
- wenn Sie nicht bereit sind alles mit Ihrem Hund zu teilen, manchmal sogar das Bett oder das Badezimmer, oder gar zur Hundedressur neigen, sollten Sie auf keinen Fall einen Bulli nehmen. Das Schöne an ihm ist doch sein eigenwilliger Charakter.
- wenn Sie einen Wachhund auf dem Hof wollen, dann ist der Bulli Nichts für Sie.
- wenn Sie erwarten, dass der Hund ohne ihre Hilfe stubenrein wird, dann ist ein Bulli keinesfalls für Sie.
- er erträgt Einsamkeit NICHT und will nicht ausgeschlossen werden. Manche lecken sich die Pfoten wund vor Kummer; er ist ja ein Begleithund.
Wenn Sie ihn sein- und ihretwillen bis ins hohe Alter behalten möchten, verschonen Sie ihn mit unnötigen seelischen und körperlichen Anstrengungen.